Montag, 12. März 2012

Offener Brief in Sachen Kunsthaus Tacheles in Berlin Mitte

Ich unterstütze die Künstler im Kunsthaus Tacheles mit der Email an den Email-Verteiler auf:
http://kritikdesign.blogspot.com/2012/03/kunstler-sollen-im-kunsthaus.html 

Am Montagmittag (05.03.2012) haben Mitarbeiter der Berliner Zaunbaufirma Lahr, Gawron GmbH den Haupteingang des Kunsthauses Tacheles ausgemessen, um dort einen Zaun zu errichten. Durch diesen Zaun befänden sich die 30 Ateliers, diverse Ausstellungsräume und ein Theatersaal sowie mehr als 50 im Tacheles arbeitende Künstler mit ungekündigten Verträgen und deren Kunstwerke hinter Gittern.

Dies ist unerträglich und eine Schande für Berlin, das Verhalten der Investoren Müller-Spreer/Jagdfeld, HSH Nordbank und der Anwälte Schwemer, Titz, Tötter und Schulz ist nicht hinzunehmen. Ohne Baugenehmigung oder Urteile sollen nun die Künstler eingezäunt werden. Die Investoren Jagdfeld und Spreer, HSH Nordbank und ihre Anwälte nehmen Straftaten in Kauf, nur um ihre krummen Geschäfte in Berlin auch weiterhin tätigen zu können.

Stoppen Sie den Zaunbau am Tachels sofort, es geht doch nicht an Menschen "einzumauern" , Künstler und Publikum befinden sich Tag und Nacht in dem Gebäude.

Die Baufirma Lahr und Gawron macht sich mit der Errichtung des Zaunes strafbar und schadensersatzpflichtig, stoppen sie diesen Auftrag.

Die Räumung des 5ten Og`s durch die Zwangsverwaltung und Security ist unverzüglich zurückzunehmen.

Setzen Sie einen Untersuchungsausschuss zur Angelegenheit Tacheles Areal und die Privatisierung unter dem damaligen Bausenator Nagel ein, auf Bundesebene ebenso wie auf Landesebene?

Hinterfragen Sie die Geschäfte rund um das Tacheles Areal. Warum zum Beispiel, wusste der Berliner Kultursenator schon am 17.03.2011 (Protokoll der Sitzung im Abgeordnetenhaus), dass die erste Zwangsversteigerung am 04.04.2011 abgesagt wird, obwohl das Gericht behauptete, dass diese Versteigerung erst eine halbe Stunde vor dem Termin zurückgenommen wurde also am 04.04.2011?

Retten Sie das internationale Ansehen Berlins und die kreative Mitte der Stadt.

Mit freundlichen Grüßen in Erwartung einer baldigen Antwort,

Thomas Wöhlke